
„Und Jesus sprach zu ihnen: ‚Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht
ein wenig.‘ Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie hatten nicht
Zeit genug zum Essen.“
(Markus 6,31)
Im obigen Wort weist Jesus auf eine Möglichkeit hin, sich vor Überforderung
zu schützen. Er schickt die Jünger in eine Ruhepause an einen einsamen,
stillen Platz. Jesus erkannte, dass sie jetzt Ruhe nötig hatten. Denn es
waren nämlich so viele Menschen bei ihnen, dass sie nicht einmal Zeit zum
Essen fanden. (Mk 6,31ff)
Wir kennen solche Phasen auch – ständig auf Trab, nicht einmal Zeit zum
Essen. Eine Weile mag das gut gehen, aber irgendwann streiken Leib, Seele
oder Geist. Jesus will uns daran erinnern, dass wir einen geregelten
Rhythmus von Arbeit und Entspannung brauchen. Der wichtigste Eckpfeiler
dafür steht ohne Frage in den 10 Geboten: „Sechs Tage sollst du deine Arbeit
verrichten, aber der siebte Tag ist ein Ruhetag, der mir, dem Herrn, deinem
Gott, gehört. An diesem Tag sollst du nicht arbeiten.“ (2.Mose 20, 9-10 Hfa)
Aber wir sollten auch darüber hinaus für Zeiten der Ruhe und des Innehaltens
sorgen.
Als privilegierte Europäer steht allen Berufstätigen ein Urlaub zu, den wir,
gleichgültig wo, nutzen können, damit unser Körper wieder zu Kräften kommt.
Neben eigenen Ideen gibt es viele gute Angebote für Spaß und Entspannung.
Geht es aber um Erholung für Seele und Geist, dann sind wir auf uns selbst
gestellt. Auf welche Weise Seele und Geist erfrischt werden können, darüber
lohnt es sich nachzudenken. Denn hier reichen Spaß und Entspannung nicht
aus. Im oben genannten Bibeltext lesen wir in Vers 46, wie Jesus sich nach
solch einem voll gedrängten Tag entspannte. „Und da er sie von sich gelassen
hatte, ging er hinauf auf einen Berg, zu beten.“ Seine Entspannung war das
Gebet.
Ich wünsche Euch, dass ihr neu entdeckt, wie gut es tut, sich einmal ohne
Stress und Zeitdruck mit Gott und seinem Wort zu beschäftigen. Seele und
Geist entspannen sich in Seiner Gegenwart. Nur bei Ihm kann ich Ruhe tanken,
Frieden finden, und mir sicher sein, dass Er mich liebt, wie ich bin. Unsere
Familie, unsere Freunde und nicht zuletzt wir selbst werden es uns danken.
In diesem Sinne einen erholsamen Urlaub für Leib Seele und Geist.
Ihre/Eure Marlene Stemmle